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Gegen Strafen und Eis: Indians erkämpfen drei Punkte in Herford

Es war ein schwieriges Spiel für die Hannover Indians am Freitag bei den Herforder Ice Dragons. Und das aus unterschiedlichsten Gründen. Daher konnte der ECH am Ende umso erleichterter sein, als sie die drei Punkte im Gepäck mit nach Hannover nehmen konnten.

Nach dem Sieg am Dienstag gegen Duisburg wollten die Indianer ihren Aufwärtstrend auch beim Herforder EV fortsetzen. Den Bemühungen wurde jedoch durch den mit einigen Ausfällen geplagten HEV schon zu Spielbeginn ein gehöriger Dämpfer verpasst. Bereits nach fünf Minuten sahen sich die Indians das erste Mal in Unterzahl, was Begovs in der 7. Minuten prompt mit der 1:0-Führung bestrafte. Nur zwei Minuten später sah es fast so aus, als hätte jemand das Replay eingelegt. Wieder musste einer der Gäste auf die Strafbank und wieder trafen die Ice Dragons in Überzahl. Dieses Mal war es jedoch Max Pietschmann, der zum 2:0 einschob. Die Indians hatten es schwer, ins Spiel zu finden, konnten aber zumindest einen höheren Rückstand bei einem Schussverhältnis von 14 zu 6 verhindern.

In der Drittelpause hat Coach Soccio scheinbar den Zaubertrank ausgepackt, denn der ECH wirkte wie verwandelt. Den Anschlusstreffer fälschte Matt Pistilli in der 25. Minute nach einem Schuss von Pohl von der blauen Linie zum 2:1 ab. Und bereits in der 30. Minute konnte Turnwald rechtsseitig von Höhe des Bullypunktes das Offensivfeuerwerk mit dem 2:2-Ausgleich krönen. Die Indians hatten sich nun in einen regelrechten Rausch gespielt und schnürten die Hausherren in ihrem eigenen Drittel ein. Nun waren die Gäste ihrerseits mit einem Überzahl-Treffer dran. Turnwalds Schuss von der Blauen konnte Schrörs im Herford-Tor nur prallen lassen und wurde vom blitzschnell schaltenden Jayden Schubert zum 2:3 überwunden, der mit diesem Tor die Indians das erste Mal an diesem Abend in Führung bringen konnte. In der 36. Minute stand Igor Bacek sträflich frei und verwandelte einen perfekten Pass von Brano Pohanka zum 2:4. Mit 6 zu 18 Schüssen und 0 zu 4 Toren ging dieses Drittel eindeutig an die Indians. 

 

Ob ein drittes Drittel überhaupt gespielt werden konnte, stand eine Zeit lang in den Sternen. Denn die (einzige) Eismaschine in der Herforder Eishalle stellte bei der Eisaufbereitung den Dienst ein. Bei Trainer und die Schiedsrichter berieten sich und nach beinahe einer halben Stunde standen beide Teams wieder auf dem ungemachten Eis. Die größten Macken beseitigten noch der Eismeister mit seiner Schippe und auch die Spieler kratzten mit ihren Stöcken fleißig die auffälligsten Unebenheiten aus dem Eis. Die Indians starteten mit noch gut drei Minuten Unterzahl ins Drittel, nachdem Schubert kurz vor Ende des zweiten Drittels eine etwas zweifelhafte Strafe wegen Stockschlags plus zwei weitere Minuten wegen Reklamierens erhielt. Dieses Herforder Powerplay überstanden die Indians noch , jedoch sollten die Hausherren ein drittes Mal in Überzahl erfolgreich sein. Nach einer Strafe gegen Strakhov wegen Hakens nahm Drachen-Trainer Milan Vanek eine Auszeit. Die Taktik schien aufzugehen, denn in der 53. Minute stand Kapitän Jonas Gerstung nach einem Abpraller kurz vor Miserotti-Böttcher viel zu frei und brachte Herford mit dem 3:4 noch einmal ins Spiel. Noch einmal kritisch wurde es knapp zwei Minuten vor Schluss, als die Schiedsrichter Nico Turnwald wegen Spielverzögerung vom Eis stellten. Sobald Herford den Puck unter Kontrolle hatte, verließ Schrörs das Spielfeld zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers. Einen vierten Überzahltreffer sollte es für die Ice Dragons allerdings nicht mehr geben. Pistilli traf nur rund zehn Sekunden später, in der 59. Minute, mit einem Schuss über fast das ganze Spielfeld in Unterzahl ins leere Tor und stellte den 3:5-Endstand her. So fand ein langes Spiel mit zahlreichen Unterbrechungen nach geblockten Schüssen oder ins Gesicht bekommenen Spielgeräten erst nach 23 Uhr ein Ende - und trotz 6 zu 16 Strafen und einem starken Herforder Powerplay ein Happy End für die Hannover Indians. 

 

Die Indians klettern nun mit diesem Arbeitssieg auf Tabellenplatz 10 und können den nächsten Schritt am Sonntag machen, wenn die EXA IceFighters Leipzig zu Gast sind. Spielbeginn ist um 19 Uhr, Tickets gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen und der Abendkasse. Für alle, die nicht selbst ins Stadion kommen können, überträgt unser SpradeTV-Team die Partie wieder live: https://www.sprade.tv/gamedetail/7366/ 

 

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