Für den EC Hannover Indians steht am Wochenende das erste Saisonduell mit den Herforder Ice Dragons an. Am heutigen Freitag tritt die Mannschaft von Trainer Michael Baindl um 20:30 Uhr in der imos-Eishalle „Im Kleinen Felde“ an.

Am Sonntag, 25. Oktober 2026, folgt das Heimspiel gegen die Rostock Piranhas. Spielbeginn am Pferdeturm ist um 19 Uhr.

Nach der 2:5-Niederlage gegen den Tabellenführer Tilburg Trappers und dem 5:1 beim EHC Neuwied richten die Indians den Blick auf zwei Gegner aus dem direkten Tabellenumfeld. Mit elf Punkten aus zehn Spielen steht der ECH auf Rang neun, Rostock folgt mit zehn Punkten auf Platz zehn. Herford liegt mit 16 Punkten auf dem siebten Rang.

Nur Bappert fällt aus

Auf Tom-Eric Bappert müssen die Indians bis auf Weiteres verzichten. Der Verteidiger fällt nach seiner Erkrankung auf unbestimmte Zeit aus, ein Zeitpunkt für seine Rückkehr steht nicht fest.

Darüber hinaus geht Michael Baindl mit demselben Kader in die beiden Partien wie in der vergangenen Woche. In Neuwied drehte der ECH einen frühen Rückstand noch im ersten Drittel und führte nach 38 Minuten mit 4:1. Tim Krüger, Tyler McNeely, Wyatt Schingoethe, Mathieu Pompei und Jussi Petersen trafen beim ersten Auswärtssieg der Saison, der eine Serie von vier Niederlagen beendete.

Herford mit 16 Punkten aus zehn Spielen

Die Ice Dragons gehen als Tabellensiebter in das Wochenende. Auf die 3:5-Niederlage bei den Saale Bulls Halle folgte Mitte Oktober ein 3:2 nach Verlängerung gegen Tilburg, womit Herford dem Tabellenführer die erste Niederlage der Saison zufügte. Anschließend setzte sich das Team von Henry Thom mit 6:3 gegen den EHC Neuwied durch.

Am vergangenen Sonntag gab Herford bei den Füchsen Duisburg einen Punkt ab, die Partie ging mit 4:5 nach Verlängerung verloren. Insgesamt stehen für die Ice Dragons fünf Siege, zwei Niederlagen nach Verlängerung und drei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 35:34 zu Buche.

Jackson Pierson setzt die offensiven Akzente

Die interne Scorerliste führt Jackson Pierson mit 20 Punkten an. Der Angreifer kommt nach zehn Spielen auf acht Tore und zwölf Vorlagen und liegt damit auch in der Wertung der gesamten Oberliga Nord vorn. Dahinter folgt Alexis D’Aoust mit acht Treffern und acht Vorlagen. Aus der Defensive steuert Sebastian Moberg zehn Punkte bei, Tamás Kánya steht bei sieben, Max Jelavic bei sechs Zählern.

Der Kader wurde im Sommer auf mehreren Positionen verändert. Im Tor kam Erik Eder von den Jungadlern Mannheim, in der Abwehr stießen Tom Banach aus Erfurt, Maxim Mastic aus Höchstadt und Laurens van Leyen aus der U20 der Düsseldorfer EG dazu. Im Angriff verpflichtete Herford Tamás Kánya von den Bietigheim Steelers, Max Jelavic ebenfalls aus Höchstadt und Tom Fitschen von den Eisbären Juniors. Zu den Abgängen zählen Mika Hupach und Yannis Walch, die beide nach Rostock wechselten, sowie Matyas Kovacs, Nils Wegner, Marius Garten, Riley Lindgren, David Mazuki und Kieren Vogel.

Im Tor teilen sich Erik Eder und Jakub Urbisch die Einsätze. Erik Eder stand in vier Partien zwischen den Pfosten und kommt auf einen Gegentorschnitt von 2,51, Jakub Urbisch kam in sechs Spielen zum Zug. Die Scorerzahlen zeigen, dass die Indians am Freitag vor allem die erste Reihe der Ice Dragons geschlossen verteidigen müssen.

Großer Zuschauerandrang in Herford

In Herford ist mit einer vollen Halle zu rechnen. Die Sitzplätze für das Freitagsspiel waren bereits unter der Woche vergriffen, Karten gibt es nur noch an der Abendkasse. Der Einlass in die „Drachenhöhle“ beginnt um 19:30 Uhr. Beide Teams sind sich in diesem Jahr bereits zweimal begegnet: In der Vorbereitung gewann Herford mit 5:1 im eigenen Stadion und mit 6:4 am Pferdeturm.

Rostock mit zehn Punkten aus zehn Spielen

Am Sonntag kommt mit den Rostock Piranhas der direkte Tabellennachbar an den Pferdeturm. Das Team von Marius Pöpel steht nach zehn Spielen bei drei Siegen, einer Niederlage nach Verlängerung und sechs Niederlagen, das Torverhältnis beträgt 31:35.

Das erste Saisonduell entschied Rostock für sich: Am 18. September gewannen die Piranhas das Heimspiel gegen die Indians mit 4:1. Zuletzt unterlagen die Ostseestädter bei den Hannover Scorpions mit 3:6 und zu Hause mit 1:2 nach Verlängerung gegen die KSW IceFighters Leipzig. Bevor sie am Sonntag in Hannover antreten, empfangen sie am Freitag um 20 Uhr die Füchse Duisburg.

Fedor Kolupaylo führt die interne Scorerliste an

An der Spitze der Rostocker Scorerliste steht ein alter Bekannter: Fedor Kolupaylo, im Sommer vom Pferdeturm an die Küste gewechselt, kommt nach zehn Spielen auf fünf Tore und zwölf Vorlagen. Dahinter folgt Emil Öhrvall mit 13 Punkten. Der Schwede wurde im August verpflichtet, nachdem Rostock zuvor den Vertrag mit seinem Bruder Jesper Öhrvall verlängert hatte, der in der vergangenen Saison punktbester Spieler der Piranhas war.

Der litauische Nationalspieler Mark Kaleinikovas hat trotz zweier verpasster Partien bereits sechs Tore erzielt, Ilja Fleischmann steht bei zehn Punkten, Kevin Kunz bei acht. Im Tor steht mit Sebastian Albrecht ein weiterer ehemaliger Indians-Schlussmann. Der Torhüter kommt in acht Einsätzen auf eine Fangquote von 92,8 Prozent, hinter ihm steht Neuzugang Rodion Shumaker.

Verstärkung aus Berlin für die Piranhas

Auf die angespannte Personallage hat Rostock kurzfristig reagiert und eine sportliche Kooperation mit den Eisbären Juniors Berlin vereinbart, dem Stammverein der Eisbären Berlin. Sechs Spieler aus deren DNL-Mannschaft wurden für die Piranhas lizenziert und sollen in Rostock ihre ersten Schritte im Profi-Eishockey machen.

Drei von ihnen stehen bereits an diesem Wochenende zur Verfügung: die beiden Top-Stürmer des Berliner DNL-Teams, der 18-jährige Karl Wolfsteiner und der 19-jährige Daniel Gavriluk, sowie der ebenfalls 19-jährige Verteidiger Tim Otterstätter. Rostock kann damit erstmals in dieser Saison wieder aus dem Vollen schöpfen und plant bereits für Freitag mit 13 Stürmern, sechs Verteidigern und zwei Torhütern.

Veränderungen und Ausfälle bei den Piranhas

Für die Defensive holte Rostock im Sommer Mika Hupach und Yannis Walch aus Herford sowie Erik Hoffmann und Erik Gollenbeck aus Halle. Im Angriff kamen Louis Postel aus Erfurt, Jannick Stein von den Starbulls Rosenheim, Dante Hahn aus Deggendorf, Reid Petryk und Fedor Kolupaylo aus Hannover hinzu. Nicht mehr zum Kader gehören Torhüter Timon Bätge, die Verteidiger Louis Stromberg und Connor Hannon sowie die Angreifer Manuel Nix, Liam Fraser und Reed Stark.

Die Verletztenliste ist weiterhin lang. Erik Gollenbeck zog sich bereits Mitte September im Spiel gegen Halle eine schwere Verletzung zu, Erik Hoffmann fiel nach einer Verletzung in Neuwied rund vier Wochen aus. Dante Hahn kann nach einem Rückschlag vorerst nicht eingesetzt werden, Reid Petryk fehlt bis zum Jahresende. Für Jesper Öhrvall und Joey Luknowsky war eine Rückkehr Ende Oktober vorgesehen. Zurück im Training sind Yannis Walch und Mark Kaleinikovas. Während der Saison verpflichtete Rostock zudem Lars Stelzmann, Ende September kehrte Marlon Braun in die Defensive zurück.

Freitag live auf SpradeTV – Sonntag Heimspiel am Pferdeturm

Nach dem Erfolg in Neuwied geht es für die Indians darum, in zwei Spielen gegen direkte Konkurrenten nachzulegen. In Herford wartet zunächst der Tabellensiebte, ehe am Sonntag mit Rostock der Tabellennachbar an den Pferdeturm kommt.

Das Auswärtsspiel bei den Herforder Ice Dragons am Freitag um 20:30 Uhr wird live auf SpradeTV übertragen. Tickets für das Heimspiel gegen die Rostock Piranhas am Sonntag um 19 Uhr sind im offiziellen Indians-Ticketshop und am Spieltag an der Abendkasse erhältlich.