Für den EC Hannover Indians steht das dritte Wochenende der noch jungen Oberliga-Nord-Saison auf dem Programm. Am heutigen Freitagabend empfangen die Indians um 20 Uhr die KSW IceFighters Leipzig am Pferdeturm. Am Sonntag folgt die nächste Auswärtsaufgabe: Um 18:30 Uhr tritt der ECH bei den Hammer Eisbären an.

Nach vier absolvierten Partien stehen für die Indians zwei Siege und zwei Niederlagen zu Buche. Während am Pferdeturm gegen den Herner EV und die Saale Bulls Halle jeweils drei Punkte eingefahren wurden, musste sich der ECH auswärts bei den Rostock Piranhas und bei den Black Dragons Erfurt geschlagen geben.

Aus personeller Sicht gibt es vor diesem Wochenende eine positive Nachricht.

Brandon Alderson kehrt in den Kader zurück

Brandon Alderson hat seine Verletzung überstanden und steht an diesem Wochenende wieder zur Verfügung. Damit kann Trainer Michael Baindl erstmals in einem Pflichtspiel alle drei Kontingentspieler einsetzen und hat im Angriff sein komplettes Aufgebot beisammen.

In der Defensive fällt Maximilian Menner dagegen weiterhin aus. Hinter dem Einsatz von Tom-Eric Bappert steht krankheitsbedingt noch ein Fragezeichen. Ob der Verteidiger am Abend gegen Leipzig auflaufen kann, entscheidet sich erst kurzfristig am Spieltag.

Michael Baindl richtet den Blick auf die Entwicklung der eigenen Mannschaft:

„Wir hatten eine gute Trainingswoche und wollen am Wochenende als Mannschaft den nächsten Schritt machen. Unser Ziel ist es, über die gesamten 60 Minuten konstant gutes Eishockey auf hohem Niveau zu spielen. Dafür müssen wir in jeder Phase konzentriert bleiben und als Team zusammenarbeiten.“

Leipzig hat sich im Sommer neu aufgestellt

Mit den KSW IceFighters Leipzig kommt ein Gegner an den Pferdeturm, der sein Aufgebot an mehreren Stellen verändert hat. Auch hinter der Bande gab es einen Wechsel: Neuer Cheftrainer ist der Schwede Håkan Åhlund, der zuvor in Schweden, Dänemark und Österreich gearbeitet hat.

Auf dem Eis mussten die IceFighters wichtige Positionen neu besetzen. Mit Johan Eriksson und dem bisherigen Kapitän Emil Aronsson verließen zwei der produktivsten Leipziger Offensivspieler der vergangenen Jahre den Club. Auch der erfahrene André Schietzold gehört nicht mehr zum Aufgebot.

Entsprechend wurde im Angriff nachgelegt. Mit Reid Stefanson und Kameron Kielly verpflichtete Leipzig zwei kanadische Stürmer mit internationalen Stationen. Stefanson kam vom HC Meran aus der Alps Hockey League, Kielly spielte zuletzt für die Dundee Stars in der britischen EIHL. Dazu kam Dani Bindels von den Tilburg Trappers, der sowohl in der Oberliga als auch in der DEL2 gespielt hat. Neu in der Offensive sind außerdem Nicolas Hinz und Jesse Roach, der vom SC Riessersee wechselte und das Kapitänsamt übernommen hat. Die Defensive wurde mit Fabian Koziol und Daniel Schwaiger verstärkt.

Gleichzeitig setzt Leipzig weiterhin auf eine Reihe bekannter Spieler. Tim Detig, Marc Zajic, Daniel Schwamberger, Fredrik Alasaari, Jan-Luca Schumacher und Luke Volkmann gehören nach wie vor zum Team.

Erster Heimsieg nach Aufholjagd gegen Duisburg

Die IceFighters gewannen ihr erstes Hauptrundenspiel mit 4:2 in Hamm. Danach folgten Niederlagen gegen die Herforder Ice Dragons und bei den Hannover Scorpions. Am vergangenen Sonntag holte Leipzig beim 5:4 nach Verlängerung gegen die Füchse Duisburg den ersten Heimsieg der Saison.

Dabei bewies Leipzig in der Schlussphase Moral. Kurz vor dem Ende lagen die IceFighters noch mit zwei Toren zurück, glichen die Partie jedoch aus und entschieden sie bereits nach 19 Sekunden der Verlängerung durch Tim Detig.

Neben Detig gehören die beiden kanadischen Neuzugänge Reid Stefanson und Kameron Kielly sowie Marc Zajic zu den Spielern, denen die Indians besondere Aufmerksamkeit schenken müssen. Fredrik Alasaari bringt sich aus der Defensive immer wieder in das Offensivspiel ein.

Im Tor stehen Konstantin Kessler und der langjährige Leipziger Eric Hoffmann zur Auswahl, komplettiert wird das Torhütergespann von Lasse Dietzschold.

Personell gab es beim Gegner zuletzt Rückschläge. Jan-Luca Schumacher und Fabian Koziol mussten gegen Duisburg bereits im ersten Drittel verletzt vom Eis und konnten nicht weiterspielen.

Ähnliche Ausgangslage vor dem direkten Duell

Nach den ersten vier Spieltagen gibt es zwischen beiden Teams Parallelen. Hannover gewann die beiden Heimspiele und blieb auswärts ohne Punkte, Leipzig holte den ersten Heimsieg am vergangenen Wochenende und steht in der Tabelle unmittelbar hinter den Indians. Für den ECH kommt es darauf an, von Beginn an konzentriert aufzutreten und das eigene Niveau über die volle Distanz zu halten.

Am Sonntag das Wiedersehen mit Hamm

Nach dem Heimspiel gegen Leipzig geht es für die Indians zu den Hammer Eisbären. Spielbeginn in der Spengel Eissportarena ist um 18:30 Uhr.

Beide Teams kennen sich aus der Vorbereitung. Zweimal trafen die Indians und die Eisbären vor dem Saisonstart aufeinander. Das erste Duell am Pferdeturm ging mit 0:4 an Hamm. Nur zwei Tage später gewann der ECH das Rückspiel in Hamm mit 3:2, die Treffer erzielten Tim Hemr, Wyatt Schingoethe und Brandon Alderson.

Damit stehen sich die beiden Teams früh in der Saison zum dritten Mal gegenüber. Die Vorbereitungsspiele liefern Erkenntnisse über den jeweiligen Gegner, mit dem Beginn der Hauptrunde haben sich die Formationen auf beiden Seiten jedoch weiterentwickelt.

Lascheit führt die Eisbären als Kapitän an

Auch die Hammer Eisbären haben sich zur neuen Saison verändert. Trainer Tobias Stolikowski kann weiterhin auf mehrere Akteure bauen, die in den vergangenen Jahren wichtige Rollen eingenommen haben.

Dominik Lascheit gehört nach wie vor zu den zentralen Spielern der Hammer Offensive und führt die Eisbären in dieser Saison als Kapitän an. Unterstützt wird er im Kapitänstrio von Samuel Dotter und Neuzugang Viktor Buchner. Neben Lascheit stehen mit Pontus Wernerson Libäck und Linus Wernerson Libäck zwei weitere bekannte Angreifer im Aufgebot. Thomas Zuravlev gehört ebenfalls weiterhin zum Team, musste zum Saisonstart jedoch nach einer Verletzung im Unterkörperbereich pausieren.

Neu im Angriff sind Viktor Buchner, Luc Laylin, Christopher Ishmael, Aron Reisz und Reko Pohjamo. In der Defensive sollen Christopher Chyzowski, Jan Pietsch, Wladimir Bloch, Tom Geischeimer und Samuel Dotter für Stabilität sorgen. Im Tor setzen die Eisbären auf Kyle Hagen, mit Maximilian Meier kam ein weiterer Torhüter hinzu.

Hamm mit zwei Siegen aus vier Spielen

Der Saisonstart der Eisbären verlief mit unterschiedlichen Resultaten. Zum Auftakt unterlag Hamm zu Hause den KSW IceFighters Leipzig mit 2:4, anschließend folgte ein Auswärtssieg bei den Füchsen Duisburg. Beim Aufsteiger EHC Neuwied blieben die Eisbären ohne eigenen Treffer, gegen die Herforder Ice Dragons gewann Hamm anschließend im eigenen Stadion mit 6:5 nach Verlängerung.

Bevor die Indians am Sonntag in der Spengel Eissportarena antreten, bestreiten die Eisbären am heutigen Abend noch das Auswärtsspiel bei den Rostock Piranhas. Die Tabellenkonstellation vor dem direkten Duell steht damit erst nach dem fünften Spieltag fest.

Auf die Indians trifft in Hamm ein Team, das mit Dominik Lascheit sowie Pontus und Linus Wernerson Libäck über routinierte Offensivkräfte verfügt.

Zuerst der Fokus auf Leipzig

Vor der Aufgabe in Hamm steht am heutigen Abend das Heimspiel gegen die KSW IceFighters Leipzig im Vordergrund.

Spielbeginn am Pferdeturm ist um 20 Uhr. Tickets sind im Online-Ticketshop unter www.indians-tickets.de sowie am Spieltag an den Stadionkassen erhältlich.

Am Sonntag fällt der erste Puck in der Spengel Eissportarena in Hamm um 18:30 Uhr. Beide Partien werden live auf SPRADE TV übertragen.