Für den EC Hannover Indians stehen vor der Deutschland-Cup-Pause noch zwei Spiele auf dem Programm. Heute Abend empfängt die Mannschaft von Cheftrainer Michael Baindl um 20 Uhr die Scorpions zum zweiten Regionsderby dieser Saison am natürlich ausverkauften Pferdeturm.

Am Sonntag, 1. November, folgt um 16 Uhr das Auswärtsspiel bei den Saale Bulls Halle im Sparkassen-Eisdom.

Bis auf Verteidiger Tom-Eric Bappert steht Michael Baindl dabei voraussichtlich der komplette Kader zur Verfügung.

Neun Punkte aus den letzten drei Spielen

Hannover geht mit drei Siegen in Folge in dieses Wochenende. Nach dem 5:1 beim EHC Neuwied folgten ein 5:1 bei den Herforder Ice Dragons und am vergangenen Sonntag ein 5:2 gegen die Rostock Piranhas. Mit 17 Punkten aus zwölf Spielen steht der ECH auf dem siebten Tabellenplatz.

Gegen Rostock erzielte die erste Reihe alle fünf Treffer: Tyler McNeely traf vor 2.555 Zuschauern dreifach, Mathieu Pompei und Wyatt Schingoethe steuerten die beiden weiteren Tore bei. Über die gesamte Saison führt Mathieu Pompei die interne Scorerwertung mit 21 Punkten an, die meisten Vorlagen hat Wyatt Schingoethe gegeben.

Vier Siege in Serie und 59 Treffer in zwölf Spielen

Die Wedemark reist als aktuell formstärkste Mannschaft der Nordstaffel an. Das Team von Rico Rossi gewann seine vergangenen vier Partien, zuletzt mit 3:2 gegen die Hammer Eisbären und am Sonntag mit 8:1 beim Herner EV. Insgesamt kommen die Scorpions auf 59 Treffer in zwölf Spielen und stehen mit 27 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz hinter den Tilburg Trappers.

Das erste Saisonduell ging an die Gäste: Am 9. Oktober setzten sie sich in eigener Halle mit 5:2 durch.

Colin Smith und Pascal Aquin rücken in den Fokus

Die Offensive der Scorpions ist auf wenige Akteure zugeschnitten. Angeführt wird sie von Colin Smith, der im Sommer verpflichtet wurde und mit 25 Punkten bester Scorer seines Teams ist. Als Vorbereiter tritt vor allem Pascal Aquin in Erscheinung, während Justin Kirsch mit 14 Treffern die meisten Tore erzielte. Zusätzliche Gefahr geht von Ryan Smith sowie aus der Verteidigung von Thomas Supis und Pawel Dronia aus. Im Tor stehen Rico Rossi drei Alternativen zur Verfügung, darunter der im September von den Kassel Huskies gekommene Oleg Shilin.

Mit Michael Knaub steht außerdem ein früherer Indians-Spieler im Kader der Wedemark. Er hat mit 38 Strafminuten aus sieben Einsätzen die meisten Strafzeiten beider Mannschaften gesammelt.

Für die Indians kommt es deshalb besonders auf Disziplin an. Die Scorpions verwerten 30,6 Prozent ihrer Überzahlspiele, der ECH kommt auf 27,1 Prozent. Umgekehrt liegen die Vorteile in Unterzahl bei Hannover, das 79,2 Prozent der gegnerischen Powerplays übersteht, während die Gäste auf 73,7 Prozent kommen. Bei den Strafminuten nehmen sich beide Teams mit 131 und 130 Minuten nichts.

Halle: Wiedersehen mit fünf früheren Indians

Am Sonntag richtet sich der Blick nach Halle, wo mit Calder Anderson, Émil Lessard-Aydin und Robin Palka drei frühere Indians-Angreifer auf dem Eis stehen. Auch in der Verteidigung der Saale Bulls finden sich mit Fabian Belendir und Julian Wäser zwei Spieler, die zuvor am Pferdeturm aktiv waren.

Halle hat am vergangenen Spieltag den Tabellenführer Tilburg Trappers im eigenen Eisdom mit 8:4 bezwungen. Zwei Tage zuvor hatten die Saale Bulls mit 3:5 bei den KSW Icefighters Leipzig verloren, am 18. Oktober war ein 5:2 gegen den Herner EV gelungen. Mit 20 Punkten belegt das Team den sechsten Platz. Das erste Aufeinandertreffen entschied der ECH am 25. September am Pferdeturm mit 4:3 für sich.

Calder Anderson führt die Scorerliste der Saale Bulls an

Besondere Aufmerksamkeit verlangt am Sonntag Calder Anderson, der mit 24 Punkten bester Scorer Halles ist und auch die meisten Vorlagen seines Teams gegeben hat. Die meisten Tore erzielte bislang Thomas Merl mit neun Treffern, dahinter folgen der im Sommer vom EC Bad Nauheim gekommene Kyle Bollers und Nick Huard. Im Tor teilen sich Marco Wölfl und Nils Kapteinat die Einsätze.

Auch in dieser Partie dürften die Special Teams eine Rolle spielen. Halle verwertet 30,2 Prozent seiner Überzahlspiele und übersteht 80,4 Prozent der gegnerischen Powerplays, bei den Indians lauten die Werte 27,1 und 79,2 Prozent. Bei den Strafminuten liegen die Saale Bulls mit 140 Minuten über dem Hannoveraner Wert von 131, die meisten Strafzeiten im Kader der Gastgeber hat Petr Heider gesammelt. Ausgetragen wird die Begegnung unter dem Motto Halloween, zu dem Halle in einem Sondertrikot aufläuft.

Beide Partien live auf SpradeTV

Nach dem Derby am Pferdeturm und dem Gastspiel in Halle verabschiedet sich die Oberliga in die Deutschland-Cup-Pause. Wer die Begegnungen nicht vor Ort verfolgen kann, sieht beide Spiele live auf SpradeTV.