Die EC Hannover Indians haben sich am Freitagabend mit 3:2 nach Verlängerung gegen die Icefighters Leipzig durchgesetzt.

Vor 3.124 Zuschauern am Pferdeturm geriet die Mannschaft von Headcoach Michael Baindl zweimal in Rückstand, fand jeweils die passende Antwort und belohnte sich nach nur 22 Sekunden in der Overtime mit dem Zusatzpunkt.

Über weite Strecken bestimmte der ECH das Spielgeschehen, musste sich gegen einen starken Konstantin Kessler im Leipziger Tor jedoch lange gedulden. Erst im Schlussdrittel gelang es, die Chancen auch in Tore umzumünzen.

Gute Möglichkeiten, aber keine Tore im ersten Drittel

Hannover fand gut in die Partie und erspielte sich bereits im ersten Abschnitt mehrere Möglichkeiten. Leipzigs Torhüter Konstantin Kessler präsentierte sich jedoch von Beginn an aufmerksam und ließ sich zunächst nicht überwinden.

Auch auf der anderen Seite blieb die Partie torlos. So ging es nach einem insgesamt guten Auftakt des ECH mit einem 0:0 in die erste Pause.

Leipzig geht im Mittelabschnitt in Führung

Auch im zweiten Drittel arbeitete Hannover weiter am ersten Treffer, doch Kessler hielt seinen Kasten zunächst sauber. Stattdessen nutzten die Icefighters in der 29. Minute eine ihrer Möglichkeiten zur Führung. Jesse Roach traf nach Vorarbeit von Paul Reiner und Tim Detig zum 0:1.

Die Indians versuchten noch vor der zweiten Pause zu antworten, der Ausgleich wollte allerdings weiterhin nicht fallen. Damit ging Leipzig mit der knappen Führung in den Schlussabschnitt.

Messing und Kabitzky bringen den ECH zurück

Hannover erhöhte im dritten Drittel noch einmal den Druck und wurde in der 47. Minute endlich belohnt. Phillip Messing traf nach Zuspiel von Wyatt Schingoethe und Mathieu Pompei zum verdienten 1:1.

Die Freude über den Ausgleich hielt allerdings nur 38 Sekunden. Fredrik Alasaari brachte Leipzig nach Vorarbeit von Vincent Jiranek und Samuel Mantsch erneut in Führung.

Der ECH ließ sich vom erneuten Rückstand nicht aus dem Rhythmus bringen und drängte weiter auf den Ausgleich. In der 52. Minute war es schließlich Christoph Kabitzky, der nach Vorarbeit von Wyatt Schingoethe und Aaron Reinig zum 2:2 traf.

In der verbleibenden regulären Spielzeit fiel keine weitere Entscheidung und so ging es für beide Mannschaften in die Verlängerung.

Alderson entscheidet nach 22 Sekunden

Die Overtime war gerade einmal 22 Sekunden alt, als Brandon Alderson den Puck zum 3:2 über die Linie brachte. Aaron Reinig und Tyler McNeely bereiteten den entscheidenden Treffer vor.

Die Unparteiischen überprüften die Szene anschließend noch einmal per Videobeweis. Nach der Prüfung blieb es bei der Entscheidung auf dem Eis und der zweite Punkt des Abends am Pferdeturm.

Geduld wird belohnt

Der Erfolg war das Ergebnis eines Auftritts, bei dem der ECH trotz zweier Rückstände und einer langen Phase ohne eigenen Treffer nicht von seiner Linie abwich. Immer wieder scheiterte Hannover zunächst an Kessler, fand im Schlussdrittel aber schließlich die entscheidenden Lösungen.

Auch die Unterstützung von den Rängen begleitete die Mannschaft über die gesamte Partie. Michael Baindl beschrieb nach dem Spiel, wie sehr sich die lange torlose Phase bereits in den Köpfen festgesetzt hatte: „Wir haben 40 Minuten kein Tor geschossen. Das war dann im Kopf drin.“

Umso wichtiger war die Reaktion im Schlussabschnitt. Zweimal gelang der Ausgleich, bevor Alderson die Partie schließlich in der Verlängerung entschied.

Sonntag geht es nach Hamm

Bereits am Sonntag wartet die nächste Aufgabe. Um 18:30 Uhr treten die Indians auswärts bei den Hammer Eisbären an.

Nach den zwei Punkten gegen Leipzig bietet sich dort die Möglichkeit, das Wochenende mit einem weiteren Erfolg und insgesamt bis zu fünf Punkten abzuschließen.


EC Hannover Indians – Icefighters Leipzig 3:2 n.V. (0:0, 0:1, 2:1, 1:0)

Tore: 0:1 (28:04) Jesse Roach (Paul Reiner, Tim Detig), 1:1 (46:11) Phillip Messing (Wyatt Schingoethe, Mathieu Pompei), 1:2 (46:49) Fredrik Alasaari (Vincent Jiranek, Samuel Mantsch), 2:2 (51:59) Christoph Kabitzky (Wyatt Schingoethe, Aaron Reinig), 3:2 (60:22) Brandon Alderson (Aaron Reinig, Tyler McNeely)

Zuschauer: 3.124

Torschüsse: 35:21
Strafminuten: 2:6
Powerplay: Indians 0/2 – Leipzig 0/0
Unterzahl: Indians 0/0 – Leipzig 2/2

Schiedsrichter: Sebastian Lehman, Michael Fendt
Linienrichter: Joey Max Menzel, Frederic van Himbeek