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Indians erobern mit Sieg in Rostock Platz drei

Bei Olympia wäre es Bronze, in der Oberliga Nord reicht es vorerst für ein Schulterklopfen und viele stolze Fans - erstmals in dieser Saison klettern die Hannover Indians auf den dritten Tabellenplatz. Auch wenn die Saison noch lang ist, darf man sich über diesen hart erarbeiteten Zwischenerfolg sicher freuen. 

 

In der gewohnten Rotation startete an diesem Abend David Miserotti-Böttcher im Tor, Sebastian Graf war als Backup mit angereist. Auch Phillip Messing hatte die Reise an die Ostsee antreten können. Im Gegensatz dazu mussten Igor Bacek und Sebastian Christmann krankheitsbedingt sowie Jannik Striepeke verletzt passen. Auch Rostock hatte einige Ausfälle zu beklagen und noch drei Spieler weniger als der ECH aufzubieten. 

 

Den Beginn der Partie begann etwas verhalten, Rostock konzentrierte sich aufs Verteidigen und machten es den Indians schwer. Beinahe wären die Piranhas sogar in Führung gegangen. Nach rund zehn gespielten Minuten sahen sich die Gäste in Unterzahl und einem zwei auf eins Konter gegenüber. Das Team jubelte schon und in der Halle erklang die Torsirene - dabei war es gar kein Tor. Gerade in den letzten Minuten erhöhten die Indians die Schlagzahl. Erst tanzte sich Robin Palka quer durch die Rostocker Hintermannschaft, stand aber zu seitlich zum Tor, den Puck im selben unterzubringen und wenig später sah Pistilli seinen Kapitän, Brano Pohanka, mittig im Halbfeld und freier als die Polizei erlaubt, bediente ihn mit einem Pass von hinter dem Tor, Pohanka mit einem strammen Schuss, aber etwas zu zentral auf Jeschke. Klappt es bei den Stürmern nicht, müssen halt die Verteidiger ran: Das erste der insgesamt sieben Tore erzielte Nico Turnwald in der 17. Minute mit einem Schlagschuss ins obere lange Eck. 

 

Zu Beginn des zweiten Drittels waren die Indians scheinbar mit einem Bein noch in der Kabine, denn mit einem Doppelschlag drehte Rostock das Spiel. Zuerst erzielte Keegan Dansereau in der 23. Minute mit einem kräftigen Schuss, der unmittelbar über der Schulter von Miserotti einschlug, den 1:1-Ausgleich, bevor Piranhas-Kapitän Mark Ledlin - er spielte 2017/18 noch bei den Indians - mutterseelenallein vor dem Indians-Keeper stand, den Puck bekam und zum 2:1 einnetzte. Das zweite Drittel zeigte sich deutlich offensiver und chancenreicher als noch der erste Spielabschnitt. In der 32. hatten auch die Indians endlich etwas davon. Der wiedergekehrte Phillip Messing kreuzte im Slot, nutzte seinen stattlichen Körper um sich in Position zu bringen, forderte den Puck, bekam ihn von Pistilli und machte das 2:2 - sein inzwischen viertes Saisontor, so viel hatte er zuvor in einer gesamten Saison erzielt. 

 

Mit dem Selbstvertrauen seines ersten Treffers und der verletzungsbedingten Pause gegen Hamburg hatte Messing jetzt erst richtig Blut geleckt und brachte die Indians in der 48. Minute erneut in Führung. Messing sah das Feld vor sich aufgehen, machte ein paar schnelle Schritte in Richtung Tor und machte schon beinahe im Fallen - als gleich zwei Rostocker ihn stoppen wollten - das 2:3 durch die Beine von Jeschke. Dass auch die Indians Doppelschlag können, bewiesen sie nun: Lediglich 20 Sekunden nach dem erneuten Führungstreffer legte Niko Esposito-Selivanov nach. Zuerst traf Selivanov in der 49. Minute nur die Latte, jedoch prallte der Puck vom Rücken von Rostocks Schlussmann ab und landete zum 2:4 im Tor. Die letzten zehn Minuten übernahmen die Piranhas wieder das Ruder, mussten sie ja auch, wenn sie etwas Zählbares aus der Partie mitnehmen wollten. Außer einem Pfostentreffer gelang das jedoch nicht mehr, im Gegensatz dazu hatten die Indians das glücklichere Händchen. In der Schlussminute zog Maks Selan von der blauen Linie ab und Dennis Palka fälschte den Puck noch unhaltbar zum 2:5 ins Tor ab. 

 

Am Freitag steht nun das bereits ausverkaufte Derby am Pferdeturm an, wenn der Tabellendritte aus Hannover auf den Tabellenführer aus der Wedemark trifft. An der aktuellen Tabellensituation kann man übrigens auch gut erkennen, wie unterschiedlich eine Tabelle aussehen kann, wenn man sie entweder nach absoluten Punkten oder dem Punktequotienten erstellt. Während Indians und Scorpions auf ihren Plätzen verbleiben, sind die anderen Platzierungen an die Crocodiles Hamburg (Platz 2), die Tilburg Trappers (Platz 4) und die Herner EV Miners (Platz 5) vergeben, wenn man nach Punkten wertet. Nach dem Quotienten hingegen findet sich Herne auf Platz 2, Hamburg auf Platz 4 und Tilburg auf Platz 5 wieder. 

 

Die Tickets für die Partie Indians gegen Scorpions sind restlos ausverkauft, daher bitten wir, von weiteren Ticketanfragen abzusehen. Das Spiel können jedoch mindestens noch einmal 4.608 Zuschauer im Livestream unseres SpradeTV-Teams schauen: https://www.sprade.tv/gamedetail/7464/ 

 

rowin
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