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Halbfinale Spiel 3 - Do or die für die Indians

Heute drittes Duell zwischen den Indianerstämmen aus Memmingen und Hannover.
Ab 18 Uhr stehen sich die Spieler des ECDC und des ECH im dritten Halbfinalspiel gegenüber. In der Eishalle am Hühnerberg geht es dabei für die Gäste aus Hannover bereits um Alles oder Nichts. Eine erneute Niederlage würde in dieser „Do or die“-Partie das Saisonende für die Indians aus Hannover bedeuten.
Die ersten beiden Partien konnten die Memminger Indianer mit 7:5, bzw. 6:2 für sich entscheiden. Das Match von Gründonnerstag am Pferdeturm wird den Beteiligten auf beiden Seiten noch lange in Erinnerung bleiben, als Memmingen den sichtlich erschöpften Jungs vom Pferdeturm in allen Belangen überlegen war. Dem ECH macht allerdings Mut, dass man nach dem zwischenzeitlichen 0:6 Zwischenstand nicht aufsteckte und zum Ende hin noch einmal Ergebniskosmetik betreiben konnte, was vom gesamten Publikum im fast ausverkauften Eisstadion am Pferdeturm mit tosendem Applaus und einer unvergleichlichen Atmosphäre honoriert wurde, in der beide Fan-Lager zeigten, was Eishockey so außergewöhnlich macht.
Auch die Mannschaft der Memminger Indians wurde nach Spielschluss vom hannoverschen Publikum mit Standing Ovations für ihre tolle Leistung in Spiel 2 verabschiedet.
Noch ist jedoch nichts verloren und die Mannen um Coach Lenny Soccio werden heute noch einmal alles in die Waagschale werfen, um den „Anschlusstreffer“ in der Serie zu erzielen. Sollte es dem ECHG gelingen, Spiel 3 für zu gewinnen, dann kommt es am Ostermontag um 20 Uhr doch noch zu einem weiteren Heimspiel am Pferdeturm. Dass hierfür alles versucht wird, zeigt sich auch daran, dass die Mannschaft vom Pferdeturm bereits am gestrigen Tag die Reise ins Allgäu angetreten hat. Die Jungs wollen sich mit einem weiteren Heimspiel unbedingt bei den Fans für die tolle Unterstützung bislang bedanken.
Die Aufgabe ist allerdings nicht leichter geworden, denn auf Memminger Seite kehrt Jaroslav Hafenrichter nach seiner Sperre aus Spiel 1 in den Kader der Gastgeber zurück. Die Prüfung des Fouls an Robin Palka, ergab nach Ansicht des Kontrollausschusses „unter sportlichen und rechtlichen Gesichtspunkten kein Anlass für die Eröffnung eines Verfahrens“.
Anders sah es der Ausschuss allerdings auf Seiten der Indians. Denn dort wird neben den langzeitverletzten Max Pohl, Andrej Strakhov und Thomas Pape auch Jayden Schubert fehlen. Schubert wurde auf Antrag des ECDC Memmingen durch den DEB mit einer nachträglichen Sperre von einem Spiel (plus ein weiteres Spiel auf Bewährung) versehen. Die Verantwortlichen des ECH haben auf den Strafantrag umgehend reagiert und eine entsprechende Stellungnahme an den DEB Kontrollausschuss versendet. In diesem Fall wollte man den Argumenten des ECH jedoch nicht folgen. Der ECH fügte an das Jayden Schubert sich lediglich vor einem Check des Gegenspieler schützen wollte und ihm dabei im Kopfbereich mit den Händen traf.
Dies ist somit eine weitere Entscheidung, die auf Seiten des ECH nur mit völligem Unverständnis aufgenommen werden kann. Sicherlich ist es so, dass die vom Verband aufgestellte Rechtsordnung und die korrespondierende Schiedsgerichtsbarkeit von allen Beteiligten akzeptiert und gewollt ist, allerdings darf man davon ausgehen, dass dies nach den Prinzipien der allgemeinen Rechtsordnung geschieht. Die darin verankerten Grundsätze der Verhältnismäßigkeit, Beweiswürdigung und vor allem der Anspruch auf rechtliches Gehör finden zumindest nach diesseitiger Ansicht kaum Beachtung.
Es erfolgt nach der schriftlichen Stellungnahme z.B. keine Anhörung und persönliche Gespräche mit den Beteiligten. Die handelnden Personen des Kontrollausschusses sind – zumindest dem ECH – nicht bekannt und handeln somit in Anonymität. Dies ist in der DEL oder DEL2 wesentlich professioneller und besser geregelt und organisiert.

mm3
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