Die EC Hannover Indians haben ihr Auswärtsspiel bei den Black Dragons Erfurt mit 2:4 (1:3, 1:1, 0:0) verloren.

Zwei Tage nach dem 4:3-Heimerfolg gegen die Saale Bulls Halle fand die Mannschaft von Headcoach Michael Baindl am Sonntagnachmittag vor allem im ersten Drittel nicht richtig in die Partie. Besonders bitter: Zwei der vier Gegentreffer fielen während eigener Überzahlsituationen.

Dabei verzeichnete der ECH über die gesamte Spielzeit mehr Abschlüsse als Erfurt, konnte daraus aber nicht genügend Kapital schlagen. Auf der anderen Seite nutzten die Black Dragons ihre Möglichkeiten konsequent und legten bereits im ersten Abschnitt die Grundlage für ihren Heimsieg.

Schneller Ausgleich durch Neugebauer

Erfurt erwischte den besseren Start und ging in der 5. Minute durch Frederic Potvin in Führung. Die Antwort des ECH folgte allerdings unmittelbar. Nur acht Sekunden später traf Jari Neugebauer nach Vorarbeit von Tom-Eric Bappert und Kende Kassay-Kézi zum 1:1.

Der schnelle Ausgleich brachte jedoch nicht die erhoffte Sicherheit. Die Black Dragons blieben gefährlich und gingen in der 15. Minute erneut in Führung. Rene Kramer traf nach Zuspiel von Philipp Hertel und Harrison Reed zum 2:1.

Noch vor der ersten Pause musste Hannover den nächsten Rückschlag hinnehmen. Ausgerechnet während einer eigenen Überzahlsituation verlor der ECH den Zugriff, Harrison Reed nutzte die Gelegenheit und erhöhte in der 18. Minute in Unterzahl auf 3:1 für Erfurt.

Zweiter Gegentreffer in eigener Überzahl

Auch im zweiten Drittel gelang es dem ECH zunächst nicht, entscheidend näher heranzukommen. In der 32. Minute wiederholte sich dann eine Szene, die bereits im ersten Abschnitt für Probleme gesorgt hatte. Hannover agierte erneut im Powerplay, doch den Treffer erzielten die Black Dragons. Nils Herzog baute die Erfurter Führung mit einem weiteren Unterzahltor auf 4:1 aus.

Die Indians antworteten diesmal allerdings schnell. In der 34. Minute nutzte Ryker Killins die weiterhin laufende Überzahlsituation und verkürzte nach Vorarbeit von Mathieu Pompei und Aaron Reinig auf 4:2.

Damit war die Partie vor dem Schlussdrittel noch nicht entschieden. Hannover benötigte nun jedoch mindestens zwei weitere Treffer, um noch etwas Zählbares aus Thüringen mitzunehmen.

Erfurt verteidigt den Vorsprung

Im Schlussabschnitt versuchte der ECH, den Druck auf das Tor von Justin Spiewok weiter zu erhöhen. Der Erfurter Schlussmann ließ sich jedoch nicht mehr überwinden und hielt seinen Kasten in den letzten 20 Minuten sauber.

Auch David Böttcher Miserotti musste auf der anderen Seite keinen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Somit blieb der dritte Abschnitt torlos und die Black Dragons brachten ihren Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit.

Die Indians hatten über die gesamte Begegnung genügend Möglichkeiten, machten sich das Leben mit den beiden Gegentreffern im eigenen Powerplay allerdings selbst schwer. Nach dem starken Auftritt gegen Halle gelang es diesmal nicht, die Leistung über 60 Minuten in gleicher Weise auf das Eis zu bringen.

Am Freitag kommen die Icefighters Leipzig

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht. Bereits am Freitag wartet die nächste Aufgabe auf die Mannschaft von Michael Baindl. Um 20 Uhr sind die Icefighters Leipzig am Pferdeturm zu Gast. Tickets sind unter www.indians-tickets.de erhältlich.

Dann gilt es für den ECH, wieder konsequenter aufzutreten und vor heimischer Kulisse die nächsten Punkte einzufahren.


Black Dragons Erfurt – EC Hannover Indians 4:2 (3:1, 1:1, 0:0)

Tore: 1:0 (4:29) Frederic Potvin (Nils Herzog, Enzo Herrschaft), 1:1 (4:37) Jari Neugebauer (Tom-Eric Bappert, Kende Kassay-Kézi), 2:1 (14:21) Rene Kramer (Philipp Hertel, Harrison Reed), 3:1 (17:32) Harrison Reed (Jonas Gerstung, Fritz Denner) SH1, 4:1 (31:21) Nils Herzog (Enzo Herrschaft, Joe-Richard Kiss) SH1, 4:2 (33:52) Ryker Killins (Mathieu Pompei, Aaron Reinig) PP1

Torschüsse: 21:30
Strafminuten: 17:18
Powerplay: Erfurt 0/3 – Indians 1/7
Unterzahl: Erfurt 6/7 – Indians 3/3

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