Die EC Hannover Indians haben auch ihr zweites Heimspiel der neuen Oberliga-Saison gewonnen. Vor 3.366 Zuschauern am Pferdeturm setzte sich die Mannschaft von Headcoach Michael Baindl am Freitagabend mit 4:3 (2:0, 2:1, 0:2) gegen die Saale Bulls Halle durch.
Dabei erspielte sich der ECH in den ersten 35 Minuten eine 4:0-Führung, musste im Schlussdrittel aber noch einmal um den Erfolg kämpfen. Halle kam mit drei Treffern zurück, der Ausgleich gelang den Gästen jedoch nicht mehr. Verzichten musste Hannover dabei auf Brandon Alderson, einen der drei Kontingentspieler im Kader, sowie auf Verteidiger Maxi Menner.
Bereits am Nachmittag hatten Fans beider Vereine bei einem gemeinsamen Fanmarsch und einer anschließenden Kundgebung auf die Zukunft des Eishockey-Standorts Pferdeturm aufmerksam gemacht. Am Abend lag der Fokus dann auf dem sportlichen Duell auf dem Eis.
Killins und Petersen sorgen für die 2:0-Führung
Hannover erwischte den besseren Start und bestimmte das erste Drittel. In der 9. Minute nutzte Ryker Killins eine Überzahlsituation und traf nach Vorarbeit von Mathieu Pompei und Aaron Reinig zum 1:0.
Auch nach der Führung blieb der ECH das aktivere Team. Halle fand offensiv zunächst kaum statt und kam nur selten gefährlich vor das Tor von Timo Herden.
Kurz vor der ersten Pause folgte das 2:0. Christoph Kabitzky bereitete den Treffer gemeinsam mit Alec Zawatsky vor, Jussi Petersen vollendete in der 19. Minute und sorgte damit für eine Zwei-Tore-Führung nach dem ersten Drittel.
Schingoethe trifft acht Sekunden nach Wiederbeginn
Der Mittelabschnitt begann mit einem Blitzstart. Gerade einmal acht Sekunden waren gespielt, als Wyatt Schingoethe nach Zuspiel von Christoph Kabitzky und Tim Hemr in der 21. Minute auf 3:0 erhöhte.
Halle kam anschließend besser in die Begegnung und beschäftigte die Defensive des ECH deutlich stärker als noch im ersten Drittel. Den nächsten Treffer erzielte dennoch Hannover. Mathieu Pompei traf in der 35. Minute nach Vorarbeit von Phillip Messing und Tobias Möller zum 4:0.
Die Antwort der Saale Bulls ließ allerdings nicht lange auf sich warten. In der 37. Minute verkürzte Calder Anderson nach Vorarbeit von Kyle Bollers und Nicklas Huard auf 4:1. Der Angreifer war in der Schlussphase der vergangenen Saison noch für den ECH aufgelaufen und erst kurz vor dem Saisonstart nach Halle gewechselt.
Halle kommt im Schlussdrittel noch einmal heran
Im letzten Drittel verlagerte sich das Spiel zunehmend in Richtung des Hannoveraner Tores. Thomas Merl verkürzte in der 48. Minute nach Vorarbeit von Robert Hechtl und Marvin Neher auf 4:2.
Gut zwei Minuten vor dem Ende war Merl erneut zur Stelle. Nach Zuspiel von Brett Schäfer und John Rogl traf er in der 58. Minute zum 4:3. Halle setzte anschließend alles auf eine Karte und nahm Torhüter Marco Wölfl zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Der ECH hielt dem Druck in der Schlussphase jedoch stand und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Erste „Big Points“ der Saison
Mit dem verdienten Erfolg gegen einen der Mitfavoriten der Oberliga Nord setzte die Mannschaft von Michael Baindl ein erstes Ausrufezeichen und bestätigte den positiven Trend der vergangenen Spiele. Die drei Punkte gegen Halle dürfen damit durchaus als erste „Big Points“ der noch jungen Saison verbucht werden.
Nun gilt es, die starke Leistung mit in die nächste Aufgabe zu nehmen. Bereits am Sonntag geht es für den ECH nach Erfurt, wo gegen die Black Dragons möglichst die nächsten Punkte folgen sollen.
EC Hannover Indians – Saale Bulls Halle 4:3 (2:0, 2:1, 0:2)
Tore: 1:0 (8:07) Ryker Killins (Mathieu Pompei, Aaron Reinig) PP1, 2:0 (18:51) Jussi Petersen (Christoph Kabitzky, Alec Zawatsky), 3:0 (20:08) Wyatt Schingoethe (Christoph Kabitzky, Tim Hemr), 4:0 (34:15) Mathieu Pompei (Phillip Messing, Tobias Möller), 4:1 (36:02) Calder Anderson (Kyle Bollers, Nicklas Huard), 4:2 (47:35) Thomas Merl (Robert Hechtl, Marvin Neher), 4:3 (57:37) Thomas Merl (Brett Schäfer, John Rogl)
Zuschauer: 3.366
Torschüsse: 19:18
Strafminuten: 10:12
Powerplay: Indians 1/6 – Halle 0/5
Unterzahl: Indians 5/5 – Halle 5/6